Richtfest im Kurt-Ströbel-Haus - Evangelische Heimstiftung erweitert Pflege- und Betreuungsangebot in Dornstadt

Im Zentrum der Gemeinde Dornstadt baut die Evangelische Heimstiftung ein modernes Pflegewohnhaus. Bis Mitte 2019 entstehen eine Einrichtung mit 45 Einzelzimmern in drei Wohngruppen, 19 Betreute Wohnungen und eine Tagespflege für 15 Gäste. Am Donnerstag ist Richtfest für das Kurt-Ströbel-Haus. Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider und Bürgermeister Rainer Braig begrüßen gemeinsam die Gäste.

„Hier entsteht ein neues, modernes Haus, das Menschen in Dornstadt eine individuelle Rundumversorgung mit Pflege und Betreuung anbieten wird“, sagt Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung (EHS). Das Kurt-Ströbel-Haus wird nach dem Wohngruppenkonzept der EHS geführt und umfasst 45 Einzelzimmer in drei Wohngruppen, 19 Betreute Wohnungen und eine Tagespflege für 15 Gäste. Die Betreuten Wohnungen und die Tagespflege werden von den Mobilen Diensten der EHS versorgt. „So bieten wir Betreuung und Beratung aus einer Hand an“, sagt Schneider. Etwa 10,5 Millionen Euro investiert die EHS in das Projekt. Die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt den Neubau mit einer Förderung von 300.000 Euro.

Ursprünglich war der Baubeginn bereits für Frühjahr 2017 geplant. Aufgrund der aktuell hohen baukonjunkturellen Nachfrage verzögerte sich die Ausschreibung jedoch um einige Monate. „Außerdem mussten wir das Projekt wegen heimrechtlichen Vorgaben etwas verändern“, erklärt Hauptgeschäftsführer Schneider. „Wir freuen uns aber, dass wir jetzt Richtfest feiern und im Sommer 2019 eröffnen können“. Der Name der neuen Einrichtung geht auf Kurt Ströbel zurück. Ströbel war zwischen 1985 und 1995 Vorstandsvorsitzender des damaligen Vereins Evangelische Heimstiftung.

Interimsquartier für Ulm in der Eröffnungsphase

Durch das Kurt-Ströbel-Haus wird der örtliche Bedarf an Pflege und Betreuung in Dornstadt gedeckt. „Jeder Dornstädter, der bei Eröffnung einen Pflegeplatz benötigt, hat Vorrang bei der Belegung“, verspricht Schneider. In den anderen, verfügbaren Einzelzimmern ziehen im Juli 2019 Bewohner aus dem Dreifaltigkeitshof in Ulm ein. Diese Einrichtung wird in den kommenden Jahren bei laufendem Betrieb grundlegend saniert und erweitert, weshalb ein Interimsquartier notwendig ist. Die Ulmer Hausdirektorin Kornelia Menden-Gräter und ihre Mitarbeiter begleiten die Bewohner nach Dornstadt. Sie wird das neue Kurt-Ströbel-Haus in der Eröffnungsphase führen. „Durch die Interimslösung sind wir in Dornstadt in der glücklichen Lage, das Haus bei Vollbelegung eröffnen zu können. In der Regel dauert es zwei bis drei Jahre, bis ein neues Pflegeheim voll ist“, erklärt Schneider. Die 19 Betreuten Wohnungen und die Tagespflege sind davon nicht betroffen und stehen den Dornstädtern von Anfang an uneingeschränkt zur Verfügung.

Nach Fertigstellung des Dreifaltigkeitshofs ab 2021 können die Bewohner wieder nach Ulm zurück. Gleichzeitig wird das geplante Zukunftskonzept im Pflege- und Betreuungszentrum Dornstadt umgesetzt und das Pflegeheim im Haus 7 geschlossen.

Richtfest am 8. November in Dornstadt

Das Richtfest findet am Donnerstag, 8. November um 14 Uhr statt. Die Begrüßung übernimmt Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider. Bürgermeister Rainer Braig, Sozialdezernent Josef Barabeisch und Uli Kälber als Geschäftsführer der Rommel SF-Bau sprechen anschließend Grußworte. Einen Ausblick formuliert EHS-Regionaldirektor Achim Holl. Zimmermeister Frieder Rapp trägt den traditionellen Richtspruch vor. Für das geistliche Wort ist Pfarrerin Astrid Eisenreich zuständig.