Ludwig-Uhland-Residenz in Bad Wildbad nimmt Gestalt an - Evangelische Heimstiftung baut modernes Quartiershaus nach WohnenPLUS-Konzept

Die Bauarbeiten an der Ludwig-Uhland-Residenz kommen zügig voran. Mit dem neuen Haus erweitert die Evangelische Heimstiftung (EHS) sein Angebot in Bad Wildbad mit einem modernen Quartiershaus nach dem WohnenPLUS-Konzept. Diese Kombination aus Betreutem Wohnen, Tagespflege und ambulant betreuter Wohngemeinschaft richtet sich an Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf. Interessierte können sich bei einer Besichtigung ein Bild über den Fortschritt der Bauarbeiten machen.

Das ehemalige Ludwig-Uhland-Stift wurde mittlerweile abgerissen. Nun entsteht auf dem Gelände ein Quartiershaus neuester Generation. WohnenPLUS nennt die Evangelische Heimstiftung (EHS) ihre eigens entwickelte Wohnform, die aus verschiedenen, individuell nutzbaren Wohn-, Betreuungs- und Pflegeangeboten besteht. Gerichtet ist das Angebot in erster Linie an Menschen mit Pflegebedarf. Je nach Bedarf können Bewohner zwischen einer Betreuten Wohnung, dem Besuch der Tagespflege und der ambulant betreuten Wohngemeinschaft wählen. Auch die Mobilen Dienste ziehen ins Haus ein und übernehmen die Betreuung und Beratung in der Residenz. So sind eine hohe Versorgungssicherheit und individuelle Wohnarrangements möglich. „Durch diese Kombination können wir Menschen so betreuen und pflegen, wie sie es individuell brauchen", erklärt EHS-Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider. Alle pflegerischen Leistungen werden ambulant abgerechnet. Kunden können damit die Verbesserungen durch das zweite Pflegestärkungsgesetz in der neuen Residenz in Anspruch nehmen.

WohnenPLUS macht individuelles Wohnen und Pflege möglich
In Bad Wildbad entstehen 26 Betreute Wohnungen mit einer Größe zwischen 37 und 58 Quadratmetern. Alle Appartements verfügen über ein barrierefreies Badezimmer. Die Tagespflege wird täglich bis zu 15 Gäste empfangen. In der betreuten Wohngemeinschaft entstehen zwölf Appartements mit jeweils 30 Quadratmetern. Diese Wohngemeinschaft ist ein baulich, organisatorisch und wirtschaftlich eigenständiger Bereich, der sich speziell an Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz bzw. demenziellen Erkrankungen richtet. Um die pflegerische Versorgung der Menschen in der Ludwig-Uhland-Residenz sicherzustellen gibt es in der Wohnanlage auch ein Büro für die Mobilen Dienste. Sie betreuen sowohl die Kunden in der Tagespflege als auch in den Betreuten Wohnungen. Insgesamt etwa acht Millionen Euro investiert die EHS in das Projekt. Die Ludwig-Uhland-2 Residenz ist der erste Standort in Baden-Württemberg, an denen das WohnenPLUS-Konzept umgesetzt wird.

Eine Besonderheit von WohnenPLUS ist die ALADIEN-Technologie, die in allen Betreuten Wohnungen zum Einsatz kommt. Es steht für Alltagsunterstützende Assistenzsysteme mit Dienstleistungen und wurde von der EHS speziell für Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf entwickelt. Es bedeutet, dass technische Systeme wie eine automatische Licht- und Rolladensteuerung, eine automatische Herdabschaltung, Sturzsensoren oder ein moderner Hausnotruf die Bewohner im Alltag unterstützen. Hinzu kommen professionelle und ehrenamtliche Dienstleistungen, die durch die Mobilen Dienste bzw. durch Angehörige oder örtliche Gruppen erbracht werden können. ALADIEN steuert diesen Mix aus Technik und Dienstleistung individuell über ein bedienerfreundliches und für Senioren optimiertes Tablet. Je nach Bedarf können Leistungen hinzugefügt oder abgewählt werden. Evangelische

Heimstiftung reagiert auf wachsenden Pflegebedarf
Mit dem WohnenPLUS-Haus erweitert die Evangelische Heimstiftung ihr Angebot in Bad Wildbad. „Wir wissen um den steigenden Bedarf an professionellen, pflegerischen Dienstleistungen vor Ort", sagt Regionaldirektorin Susanne Maier-Koltschak, „deswegen freuen wir uns, unseren Bewohnern bald noch mehr individuelle Möglichkeiten anzubieten". Nach Fertigstellung der neuen Residenz können sich die Bewohner des ehemaligen Ludwig-Uhland-Stifts entweder für das WohnenPLUS-Angebot oder für einen stationären Pflegeplatz im König-Karl-Stift entscheiden. Die Evangelische Heimstiftung berät Bewohner und Angehörige frühzeitig bei der Entscheidung, welches Arrangement das richtige ist.

Bereits 2015 sollte der ehemalige Ludwig-Uhland-Stift in Bad Wildbad abgerissen und an seiner Stelle eine moderne Pflegeeinrichtung gebaut werden. Weil die Kosten vor allem wegen der Absicherung der Hanglage zu explodieren drohten, wurde das Projekt im März 2016 zunächst gestoppt. Im Oktober 2016 gab der Aufsichtsrat grünes Licht für das neue Projekt. Bereits im Februar 2017 konnte der Hammerschlag stattfinden. Nun ist der Abriss abgeschlossen und der Neubau kann beginnen.

Informationsveranstaltungen finden noch in diesem Jahr statt
Die Arbeiten verlaufen nach Zeitplan. Noch im Sommer 2018 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden, so dass der Umzug im Herbst 2018 stattfinden kann. „Wir haben einen zuverlässigen Generalunternehmer und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Wildbad", sagt Regionaldirektorin Maier-Koltschak. Deswegen ist man bei der EHS zuversichtlich, dass die Ludwig-Uhland-Residenz planmäßig fertig wird. Die Nachbarschaft wird regelmäßig über den Verlauf der Bauarbeiten informiert. „Offenheit und Transparenz gehören zur den Handlungsgrundsätzen der Evangelischen Heimstiftung und das gilt auch für unsere Bauvorhaben", sagt Maier-Koltschak. Noch in diesem Jahr werden erste Informationsveranstaltungen zum Neubau und zu den Betreuungsmöglichkeiten angeboten. Die Termine kündigt die Evangelische Heimstiftung rechtzeitig an.