Drei Ehrenamtsprojekte ausgezeichnet - Freundeskreis der Evangelischen Heimstiftung würdigt besonderes Engagement

Drei Projekte wurden heute mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet, den der Freundeskreis der Evangelischen Heimstiftung alle zwei Jahre vergibt: die Männerwerkstatt aus dem Haus auf dem Wimberg in Calw, die Rolligruppe aus dem Pflegewohnhaus Nehren und das Integrationsprojekt aus dem Eduard-Mörike-Haus in Bad Mergentheim. Zwei weitere Projekte erhielten eine Ehrung für besonders langjähriges Engagement.

Insgesamt fast 3.000 Ehrenamtliche engagieren sich in den Einrichtungen und Diensten der Evangelischen Heimstiftung (EHS) in Baden-Württemberg. Dabei kennt das Engagement viele unterschiedliche Formen: Von Lese- und Kochnachmittage mit Bewohnern stationärer Einrichtungen über Spaziergänge mit demenziell erkrankten Menschen bis hin zu Weihnachts- und Geburtstagsfeiern ist alles dabei. „Es ist wirklich beeindruckend, wie sich die Ehrenamtlichen einbringen und wie viel Engagement sie zeigen“, sagt Gerhard Gasser, Vorstand des EHS-Freundeskreises, „deswegen ist es uns im Freundeskreis ein besonderes Anliegen, dies entsprechend zu würdigen“. Deshalb lobt der Freundeskreis als Gesellschafter der EHS alle zwei Jahre einen Ehrenamtspreis aus. Zum ersten Mal wurden in diesem Jahr drei Engagementkategorien ausgeschrieben: „Kreativität im Alter“, „Interkulturelle Öffnung“ und „Vernetzung im Quartier“. „Mit dieser Veränderung wollten wir die große Vielfalt an Engagementformen innerhalb der EHS in besonderer Weise hervorheben“, erklärt Ute Catrin Bührer, EHS-Freiwilligenkoordinatorin.

Drei besondere Projekte ausgezeichnet

Insgesamt 18 Bewerbungen gingen bis Mitte September ein. Eine siebenköpfige Jury traf anschließend die Entscheidung. Jurymitglieder waren Gerhard Gasser als Vorstand des EHS-Freundeskreises, Gerhard Hartmann als Vorstand des EHS-Ehrenamtsbeirats, Thomas Hoffmann als Vertreter des Diakonischen Werks Württemberg, Karola Vollmer von der Fachstelle Ehrenamt der Evangelischen Landeskirche Württemberg, Nora Jordan-Weinberg vom Landesseniorenrat Baden-Württemberg sowie Isabell Rössler und Hannelore Burgmann von der Landesgemeinschaft evangelischer Senioren. Das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro wurde vom Freundeskreis zur Verfügung gestellt.

In der Kategorie „Kreativität im Alter“ wurde das Projekt „Männerwerkstatt – Männer sind anders“ vom Haus auf dem Wimberg in Calw ausgezeichnet. In der Männerwerkstatt werden Holzarbeiten durchgeführt, um die Bewohner einzubinden, ihre Fingerfertigkeit und Konzentration zu fördern und so das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken.

Die „Rolligruppe im Pflegewohnhaus Nehren“ wurde in der Kategorie „Vernetzung im Quartier“ ausgezeichnet. Die Ehrenamtlichen bieten regelmäßige Ausflüge durch Nehren an, um die Verbindung der Bewohner mit der örtlichen Gemeinschaft, mit Nachbarn und lokalen Vereinen zu stärken und Veränderungen im Ort wahrzunehmen.

Für das Projekt „Integration syrischer Flüchtlinge in die deutsche Gesellschaft“ erhielten Ehrenamtliche aus dem Eduard-Mörike-Haus in Bad Mergentheim die Auszeichnung in der Kategorie „Interkulturelle Öffnung“. Das Projekt unterstützt Flüchtlinge, die sich gleichzeitig ehrenamtlich im Eduard-Mörike-Haus engagieren. Durch die enge Zusammenarbeit und die Nähe zu den Bewohnern wird die Integration der Flüchtlinge befördert.

Zwei besondere Ehrungen für langjähriges Engagement

Neben den drei Gewinnern ehrte die Jury zwei weitere Projekte, die sich durch besonders langjähriges Engagement auszeichneten. Gottfried Kittelberger wurde für sein musikalisches Engagement im Dr.-Carl-Mörike-Stift in Neuenstadt gewürdigt. Kittelberger begleitet den sonntäglichen Gottesdienst, veranstaltet Musikabende in der Lindengruppe, in welcher Menschen mit demenziellen Erkrankungen leben. Die zweite Ehrung ging an Hildegard Denk für ihr Projekt „Lebensfreude durch Kreativität, Aktivierung und Begegnung“ in der Einrichtung Sonnenhof in Langenau. Denk begleitet die Bewohner des Sonnenhofs zu kirchlichen und kommunalen Veranstaltungen, bietet Gymnastik-, Bastel- und Spielnachmittage an und pflegt einen kleinen Garten in der Einrichtung.

Zum Hintergrund

Das Ehrenamt ist in der Kultur der Evangelischen Heimstiftung fest verankert. Die Interessen aller ca. 3.000 Engagierten vertritt der Ehrenamtsbeirat als frei gewähltes Gremium nach dem EHS-Ehrenamtskonzept. In regelmäßigen Abständen werden die Wünsche und Motivationen der Freiwilligen mit einer Ehrenamtsumfrage erhoben. In den Einrichtungen gibt es spezielle Ansprechpartner für Ehrenamtliche. Mit Ute Catrin Bührer hat die EHS außerdem eine zentrale Freiwilligenkoordinatorin in der Unternehmenszentrale in Stuttgart.