Haus im Lindenhain wird zur Wohngruppe Lindenhain - Bewohner können in das neu-sanierte, moderne Haus an der Metter umziehen

Das große Sanierungsprojekt im Haus an der Metter steht kurz vor dem Abschluss. 90 geräumige Einzelzimmer und 40 Betreute Wohnungen stehen in Bietigheim-Bissingen nach dem Um- und Neubau zur Verfügung. Im Projekt bedacht wurden auch die an multipler Sklerose erkrankten Menschen. Für sie steht im neuen Haus an der Metter eine baulich und technisch moderne Wohngruppe zur Verfügung. Der Umzug aller Bewohner kann im Sommer 2018 stattfinden.

Bereits seit 1982 betreibt die Evangelische Heimstiftung (EHS) das Haus an der Metter in Bietigheim-Bissingen. „Die Bedürfnisse der Menschen vor Ort haben sich in den letzten 30 Jahren grundlegend verändert“, weiß Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der EHS. Außerdem entsprach die Einrichtung den Auflagen der Landesheimbauverordnung nicht mehr. Deshalb wurde ein Konzept entwickelt, um die Traditionseinrichtung zu modernisieren und zukunftsfähig zu machen. 90 geräumige Einzelzimmer mit barrierefreiem Bad, 40 Betreute Wohnungen, eine Tagespflege und ein Büro der Mobilen Dienste sind nun fertiggestellt. Nachdem die Betreuten Wohnungen seit Mitte letzten Jahres bezogen werden und die Sanierungsmaßnahmen in den nächsten Monaten enden, findet am 20. Juli die feierliche Neueröffnung statt. Insgesamt über 16 Millionen Euro hat die EHS in das Gesamtprojekt investiert.

„Ein großes Anliegen bei diesem Projekt war uns auch das Angebot für Menschen, die an multipler Sklerose leiden“, sagt Schneider. Sie wohnen derzeit im Haus im Lindenhain, etwa 30 Meter entfernt vom Haus an der Metter. Im Zuge des Sanierungsprozesses wurde deutlich: „Das Haus im Lindenhain entspricht weder den baulichen noch den pflegerischen Anforderungen“, sagt Ralf Oldendorf, Prokurist für Regionen und Markt bei der EHS, „und ist deshalb nicht zukunftsfähig“. Deshalb wurde im neuen Haus an der Metter ein spezieller Wohnbereich geschaffen, der technisch, baulich und konzeptionell auf dem neuesten Stand ist. „Wir haben die Chance genutzt, den Bewohnern im Haus im Lindenhain ein neues und in allen Hinsichten verbessertes Zuhause zu ermöglichen“, sagt Hauptgeschäftsführer Schneider.

Anfang der Woche wurden Bewohner und Angehörige informiert, so dass der Umzug in den kommenden Wochen stattfinden kann. „Wir wissen, dass der Umzug für die Bewohner kein leichter Schritt ist“, sagt Regionaldirektorin Michaela Sowoidnich, „wir hoffen aber, dass sie sich in der neuen, qualitativ deutlich besser ausgestatteten Wohngruppe möglichst schnell 2 einleben und langfristig wohlfühlen werden“. Die Stadt Bietigheim-Bissingen als Eigentümer im Haus im Lindenhain begrüßt die neue Wohngruppe. „Ich bin froh, dass wir gemeinsam mit der Evangelischen Heimstiftung eine gute und dauerhafte Lösung gefunden haben“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Kessing, „so können alle Bewohner, die das möchten, weiterhin im gewohnten Quartier an der Metter bleiben“.