Hansegisreute weiht Erweiterungsbau ein - Evangelische Heimstiftung setzt Neustrukturierung ihrer Traditionseinrichtung fort

Es ist ein wichtiger Meilenstein für die Hansegisreute: Der erweiterte C-Bau bietet nach dem Umbau 60 neue Einzelzimmer, zwei Wohngruppen für demenziell erkrankte Menschen und einen barrierefreien Zugang zum Sinnesgarten. Die Erweiterung ist Teil der Neustrukturierung, die von der Evangelischen Heimstiftung (EHS) in seiner Traditionseinrichtung Hansegisreute derzeit umgesetzt wird. Bei der feierlichen Einweihung begrüßen EHS-Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider, Landrat Thomas Reinhardt und Oberbürgermeister Bernhard Ilg gemeinsam die Gäste.

Bereits seit 1965 betreibt die Evangelische Heimstiftung (EHS) die Hansegisreute in Heidenheim. Um die Einrichtung zukunftsfähig zu machen und noch stärker auf die Bedürfnisse pflege- und betreuungsbedürftiger Menschen auszurichten, wurde 2016 mit einer umfassenden inhaltlichen und baulichen Neustrukturierung begonnen. „Wir verfolgen damit ein strategisches Gesamtkonzept, das bis 2020 mit einer modernen Seniorenresidenz Hansegisreute abgeschlossen sein wird und das unseren Traditionsstandort für die Zukunft aufstellt“, erklärt Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider.

Die Erweiterung des stationären Angebots war ein erster und wichtiger Teilabschnitt der Neustrukturierung. Es stehen nun insgesamt 60 Einzelzimmer auf zwei Ebenen zur Verfügung, wobei sich auf jeder Ebene zwei Hausgemeinschaften mit jeweils 15 Plätzen befinden. Alle Zimmer sind geräumig, hochwertig ausgestattet jeweils mit barrierefreiem Bewohnerbad und eigenem Balkon. Im ersten Obergeschoss wurden zudem zwei beschützte Wohngruppen für demenziell erkrankte Bewohner eingerichtet. Von hier aus können die Bewohner den beschützten Sinnesgarten barrierefrei erreichen. Der Erweiterungsbau ist nun fertiggestellt und wird am Freitag eingeweiht.

Der zweite Abschnitt der Neustrukturierung betrifft die Gebäude A und B. Die dort vorhandenen 161 Zimmer mit Doppelbädern werden in 102 Appartements mit eigenem Bad und 18 Betreuten Wohnungen umgewandelt. „Die schwierigste Aufgabe bestand darin, für den achtstöckigen Bau aus den siebziger und neunziger Jahren ein zukunftsfähiges Konzept zu entwickeln, das baulich und wirtschaftlich machbar ist und die konzeptionellen Vorgaben erfüllt“, erklärt Ralf Oldendorf, Prokurist für Regionen und Markt bei der EHS. Nach Prüfung verschiedener Varianten wurde ein Konzept beschlossen, das die Chancen des Bestandsgebäudes nutzt, indem fünf verschiedene Wohnungstypen in unterschiedlichen 2 Größen und mit eigenem Bad geschaffen werden. Die bisher sehr großen Wohnbereiche werden zu kleinräumigen, persönlichen Hausgemeinschaften mit jeweils eigenem Aufenthaltsbereich umgebaut. Fenster, Vollwärmeschutz, Haustechnik mit Brandschutz, Bewohnerbäder, Beleuchtung, Farbkonzept und Innenausstattung werden auf Neubaustandard ertüchtigt. Bis 2020 soll die Neustrukturierung abgeschlossen sein, in das die Evangelische Heimstiftung insgesamt etwa 13 Millionen Euro investiert. Die Deutsche Fernsehlotterie unterstützte den Erweiterungsbau mit einer Förderung in Höhe von 300.000 Euro.

Die feierliche Einweihung findet am Freitag, 23 Februar 2018 um 15:00 Uhr statt. Die Begrüßung übernimmt Bernhard Schneider als Hauptgeschäftsführer der EHS. Landrat Thomas Reinhardt, Oberbürgermeister Bernhard Ilg, Geschäftsführer Andy Vonderlind und Friedrich Merz als Vorsitzender des Heimbeirats richten Grußworte an die Gäste. Anschließend formulieren Regionaldirektor Achim Holl und Hausdirektor Jan Mehner einen Ausblick. Für die musikalische Umrahmung sorgen Markus Fedor Rilling an der Querflöte und Wolfgang Kraemer am Flügel. Das geistliche Wort übernimmt Dekan Dr. Karl-Heinz Schlaudraff.

Zum Hintergrund

Die Hansegisreute ist einer der Traditionsstandorte der Evangelischen Heimstiftung seit 1965. An der Stadtwaage baut die EHS derzeit ihre zweite Einrichtung in Heidenheim. Die neue Residenz Stadtwaage wird Anfang 2019 fertiggestellt und nach dem modernen WohnenPLUS-Konzept betrieben.