Residenz Weikersheim feiert Spatenstich - Evangelische Heimstiftung baut Quartiershaus für Menschen mit Pflegebedarf

Am Freitag fällt der Startschuss für den Bau der WohnenPLUS-Residenz in Weikersheim. WohnenPLUS nennt die Evangelische Heimstiftung (EHS) ihre innovative Wohnform, die Menschen mit Pflegebedarf eine ambulante Alternative zum klassischen, stationären Pflegeheim anbietet. 34 Pflegewohnungen mit ALADIEN, eine ambulant betreute Wohngemeinschaft, eine Tagespflege und die direkte Anbindung an die Mobilen Dienste – das bietet das neue Quartiershaus nach Fertigstellung. Den Spatenstich feiern die EHS und die Stadt Weikersheim gemeinsam.

Ab Freitag ist Weikersheim der jüngste Standort der Evangelischen Heimstiftung (EHS) – und dazu ein ganz besonderer: Denn in Weikersheim entsteht eines der ersten sieben WohnenPLUS-Residenzen in Baden-Württemberg. WohnenPLUS ist ein von der EHS eigens entwickeltes Wohn-, Betreuungs- und Pflegekonzept, das sich an Menschen mit Pflegebedarf richtet und ihnen eine ambulante Alternative zum klassischen stationären Pflegeheim anbietet. „WohnenPLUS bedeutet, dass Menschen trotz Pflegebedarf zuhause bleiben können und ganz individuell versorgt werden“, erklärt Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider. Das gelingt, indem verschiedene Wohn- und Pflegearrangements angeboten werden, die je nach Bedarf und Präferenz miteinander kombiniert werden können.

In der Residenz Weikersheim entstehen bis 2020 insgesamt 34 moderne Pflegewohnungen mit ALADIEN-Technologie, eine ambulant betreute Wohngemeinschaft mit zwölf geräumigen Einzelzimmern und zusätzlichen Gemeinschafts- und Wohnräumlichkeiten, die an die eigene Häuslichkeit angelehnt sind. Auch ein großer Quartiersraum wird eingerichtet. Ebenfalls im Haus wird eine Tagespflege eingerichtet, die täglich zwischen acht und 18 Uhr geöffnet hat und bis zu 15 Tagesgäste empfangen kann. Sowohl die Tagespflege als auch die Pflegewohnungen und die Wohngemeinschaft werden von den Mobilen Diensten der EHS versorgt. Auch diese beziehen im Quartiershaus ein eigenes Büro. .„So sind eine hohe Versorgungssicherheit, individuelle Wohnarrangements und gleichzeitig Beratung und Dienstleistung möglich“, erklärt Regionaldirektorin Swantje Popp.

Insgesamt etwa neun Millionen Euro investiert die EHS in das Projekt in Weikersheim. Die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt den Bau der Tagespflege mit einer Förderung von 270.000 Euro.

Pflegewohnen mit ALADIEN und individueller Betreuung

Bei den 34 Pflegewohnungen handelt es sich um Ein- und Zwei-Zimmer-Apartments mit Größen zwischen 32 und 74 Quadratmetern. Jede Wohnung verfügt über ein barrierefreies Badezimmer und ist mit einer modernen Küchenzeile ausgestattet. Eine Besonderheit im WohnenPLUS ist ALADIEN, der in allen Pflegewohnungen zum Einsatz kommt. ALADIEN steht für Alltagsunterstützende Assistenzsysteme mit Dienstleistungen und wurde von der EHS speziell für Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf entwickelt. Es bedeutet, dass technische Systeme wie eine automatische Licht- und Rolladensteuerung, eine automatische Herdabschaltung, Sturzsensoren oder ein moderner Hausnotruf die Bewohner im Alltag unterstützen. Hinzu kommen Dienstleistungen, die durch die Hausdirektion, die Mobilen Dienste bzw. durch Angehörige oder örtliche Gruppen erbracht werden können. ALADIEN steuert diesen Mix aus Technik und Dienstleistung individuell über ein bedienerfreundliches und für Senioren optimiertes Tablet, das zur Grundausstattung jeder Wohnung gehört. Je nach Bedarf können Leistungen hinzugefügt oder abgewählt werden.

Die Versorgungssicherheit beschränkt sich natürlich nicht auf ALADIEN: Sozialdienst, Verwaltung sowie die Teams der Tagespflege, die Mobilen Dienste und die Alltagsbegleiter in der Wohngemeinschaft kümmern sich tagsüber um die Belange der Bewohner und Gäste. In der Nacht stellen eine Präsenzkraft in der Wohngemeinschaft und ein Bereitschaftsdienst sicher, dass bei Bedarf jederzeit reagiert werden kann.

Evangelische Heimstiftung erweitert Angebot im Main-Tauber-Kreis

„Die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Klaus Kornberger und der gesamten Stadt Weikersheim war von Beginn an vertrauensvoll und äußerst konstruktiv“, lobt Ralf Oldendorf, Prokurist für Regionen und Markt bei der EHS, „das ist gerade beim Start eines so großen Projektes unerlässlich und wir bedanken uns dafür“. Denn die EHS ist in der Region um Weikersheim bereits gut vertreten. „Wir wissen um den steigenden Bedarf an Pflege- und Betreuungsangeboten vor Ort und kommen dem gerne nach“, sagt Regionaldirektorin Popp. Die Residenz Weikersheim wird das fünfte Haus der EHS im Main-Tauber-Kreis sein. Derzeit betreibt das Unternehmen das Adam-Rauscher-Haus und das Johannes-Sichart-Haus in Tauberbischofsheim sowie das Eduard-Mörike-Haus und das Johann-Benedikt-Bembé-Stift in Bad Mergentheim. Die Mobilen Dienste sind sowohl in Bad Mergentheim wie auch in Tauberbischofsheim und seit Übernahme der RundUmPflege auch in Lauda-Königshofen vertreten.

Aus dem Bembé-Stift kommt auch die Hausdirektorin der neuen Residenz, Barbara Proß. Die gebürtige Bad Mergentheimerin ist nicht nur in der Region gut verwurzelt sondern bringt Erfahrung in der Leitung von Einrichtungen sowie der Unterstützung und Beratung von Senioren mit.

Der Baubeginn wird mit einem symbolischen Spatenstich gefeiert, am Freitag, 20. April um 14 Uhr in Weikersheim. Die Begrüßung übernimmt Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider. Grußworte sprechen Bürgermeister Klaus Kornberger, Landrat Reinhard Frank und Architekt Ralf Horn. Regionaldirektorin Swantje Popp gibt anschließend einen Ausblick. Für das geistliche Wort ist Dekanin Renate Meixner zuständig. Die Stadtkapelle Weikersheim begleitet die Veranstaltung musikalisch.