Heimstiftung etabliert Erasmus+ Austauschprogramm
Fünf Auszubildende der Evangelischen Heimstiftung befinden sich derzeit in Norwegen. Sie absolvieren ein 14-tägiges Praktikum in einer Pflegeeinrichtung der Stiftelsen Diakonhjemmet in Oslo. Finanziert wird der Auslandsaufenthalt über Erasmus+. Es ist bereits das zweite Jahr, in dem der internationale Austausch mit Norwegen stattfindet.
Die norwegische Stiftung Diakonhjemmet in Oslo ist wie die Evangelische Heimstiftung diakonisch geprägt und setzt in ihrer Strategie auf Innovation und Nachhaltigkeit. Neben ihrer Tätigkeit in der Altenhilfe betreibt sie eine Klinik, Kindergärten, eine Universität und eine Fachhochschule für soziale Berufe. Seit Montag absolvieren dort fünf Auszubildende der Heimstiftung ein 14-tägiges Auslandspraktikum. „Es ist bereits das zweite Mal, dass Auszubildende aus unseren Pflegeeinrichtungen nach Oslo reisen. Mit der Stiftelsen Diakonhjemmet haben wir einen fachlich versierten, offenen und verlässlichen Partner für internationale Praxiserfahrungen gefunden. Besonders freut uns, dass unsere Auszubildenden durch das Praktikum wichtige fachliche und persönliche Erfahrungen sammeln und mit einem großen Erkenntnisgewinn zurückkehren“ sagt Mirjam Weisserth, Geschäftsführerin Prsonal der Evangelischen Heimstiftung.
Die Teilnehmenden sind Auszubildende zur Pflegefachmann bzw. -frau aus dem Karl-Wilhelm-Doll-Haus in Niefern-Öschelbronn, dem Haus Laurentius in Schönaich, dem Haus am Enzpark in Bietigheim- Bissingen, dem Haus im Schlösslesgarten in Eberdingen-Hochdorf und dem Haus am Remsufer in Remseck.
Von Sonas bis Omsorg+: Praxisnahe Einblicke in die norwegische Pflege
Die fünf Auszubildenden sind vom 29. August bis zum 12. September 2026 in Oslo. In dieser Zeit arbeiten sie in einer Pflegeeinrichtung der Diakonhjemmet. Dort lernen sie das Sonas-Demenzprogramm kennen, sie erhalten eine Einführung in das norwegische Pflegesystem und einen Überblick über innovative Forschungsprojekte im Land. Auf dem Programm steht außerdem eine Hospitation beim Quartiersprojekt Omsorg+ sowie die Teilnahme an Kursen der VID-Universität für soziale Berufe. Auch ein gemeinsamer Kochabend mit Studierenden aus Oslo ist geplant.
Hanna Kaspar, Referentin für Europäische Sozialpolitik ist überzeugt: „Auslandspraktika kommen nicht nur unseren Auszubildenden zugute, sondern stärken auch die Attraktivität der EHS als Ausbildungsstätte – und möglicherweise sogar die Pflegeausbildung im Allgemeinen. Denn gerade in der Pflegeausbildung sind Auslandsaufenthalte noch eher selten während das an Universitäten oder in anderen Ausbildungsberufen bereits gängige Praxis ist “. Finanziert werden die Auslandspraktika über das Förderprogramm Erasmus+ der Europäischen Union. Die Fördersumme beträgt rund 7.000 Euro für die fünf Auszubildenden.
Regelmäßiges Austauschprogramm als Teil der Europastrategie
Die Heimstiftung etabliert ein jährliches Austauschprogramm für Auszubildende. Einen großen Meilenstein hat die EHS mit ihrer Akkreditierung beim Förderprogramm Erasmus+ dafür schon gelegt. Neben den Praktika in Norwegen, haben Auszubildende seit diesem Jahr zusätzlich die Möglichkeit, Praktika bei der Diakonie de la Tour in Österreich zu absolvieren. In den nächsten Jahren sollen die Auslandspraktika für Auszubildenden auf noch mehr Länder ausgeweitet werden. Für 2027 sind bereits Reisen nach Frankreich in Planung.
Denn neben Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Employer Branding gehören auch die europäische Netzwerkarbeit und der internationale Austausch zum Innovationskonzept der Heimstiftung. „Die Herausforderungen der Pflegebranche enden nicht an den nationalen Grenzen. Ziel ist es, von Erfahrungen in anderen Ländern zu lernen und Erfahrungen zu teilen. Wir wollen einen Beitrag leisten, um in einer globalen Welt die Probleme einer alternden Gesellschaft gemeinsam zu bewältigen“, betont Mirjam Weisserth.