Heimstiftung erweitert Erasmus+ Austauschprogramm
Fünf Auszubildende der Evangelischen Heimstiftung befinden sich derzeit in Österreich. Sie absolvieren ein 14-tägiges Praktikum in einer Pflegeeinrichtung der Diakonie de la Tour in Feldkirchen. Finanziert wird der Auslandsaufenthalt über Erasmus+. Österreich ist bereits das zweite Partnerland für das regelmäßige Austauschprogramm der Evangelischen Heimstiftung. Seit letztem Jahr finden bereits Praktika in Norwegen statt.
Die Diakonie de la Tour ist eine der größten Sozialeinrichtungen in Österreich und setzt, ähnlich wie die Heimstiftung, auf diakonische Werte, Innovation und Vielfalt. Seit Montag absolvieren dort fünf Auszubildende der Heimstiftung ein 14-tägiges Auslandspraktikum. „Wir konnten die Diakonie de la Tour bereits im Frühjahr bei einer Studienreise für Mitarbeitende kennenlernen und freuen uns besonders das jetzt auch unsere Azubis ihr Praktikum in Österreich machen. Sie werden vor Ort spannende Konzepte und ein großartiges Miteinander erleben“, sagt Mirjam Weisserth, Geschäftsführerin Personal der Evangelischen Heimstiftung.
Die Teilnehmenden sind Auszubildende zur Pflegefachmann bzw. -frau aus dem Wohnstift am Stettberg in Balingen, dem Haus am Enzpark in Bietigheim-Bissingen, dem Martin-Haug-Stift in Freudenstadt und den Mobilen Diensten Gingen.
Österreich ist bereits das zweite Ziel für Auslandspraktika
Die fünf Auszubildenden sind vom 4. bis zum 18. Juli 2026 in Feldkirchen (Kärnten). In dieser Zeit arbeiten sie in einer Pflegeeinrichtung der Diakonie de la Tour. Vor Ort lernen sie das österreichische Pflegesystem kennen und erhalten einen Einblick in innovative Projekte der Partnereinrichtung. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Hospitation im Haus Harbach, welches auf kultursensible Pflege spezialisiert ist. Ein weiteres Highlight wird der Besuch des Haus St. Peter sein. Dort wird das Drei-Welten-Modell der Demenzpflege umgesetzt.
Hanna Kaspar, Referentin für Europäische Sozialpolitik ist überzeugt: „Auslandspraktika kommen nicht nur unseren Auszubildenden zugute, sondern stärken auch die Attraktivität der EHS als Ausbildungsstätte – und möglicherweise sogar die Pflegeausbildung im Allgemeinen. Denn gerade in der Pflegeausbildung sind Auslandsaufenthalte noch eher selten während das an Universitäten oder in anderen Ausbildungsberufen bereits gängige Praxis ist “. Finanziert werden die Auslandspraktika über das Förderprogramm Erasmus+ der Europäischen Union. Die Fördersumme beträgt rund 7.000 Euro für die fünf Auszubildenden.
Regelmäßiges Austauschprogramm als Teil der Europastrategie
Die Heimstiftung plant, ein jährliches Austauschprogramm für Auszubildende zu etablieren. Einen großen Meilenstein hat die EHS mit ihrer Akkreditierung beim Förderprogramm Erasmus+ dafür schon gelegt. Außerdem konnten bereits die ersten Partner, die Stiftelsen Diakonhjemmet in Norwegen und die Diakonie de la Tour in Österreich gewonnen werden. In den nächsten Jahren sollen die Auslandspraktika für Auszubildenden auf noch mehr Länder ausgeweitet werden. Für 2027 sind bereits Reisen nach Frankreich in Planung.
Denn neben Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Employer Branding gehören auch die europäische Netzwerkarbeit und der internationale Austausch zum Innovationskonzept der Heimstiftung. „Die Herausforderungen der Pflegebranche enden nicht an den nationalen Grenzen. Ziel ist es, von Erfahrungen in anderen Ländern zu lernen und Erfahrungen zu teilen. Wir wollen einen Beitrag leisten, um in einer globalen Welt die Probleme einer alternden Gesellschaft gemeinsam zu bewältigen“, betont Mirjam Weisserth.