Regelmäßige Auslandspraktika und Studienreisen für Pflegekräfte werden etabliert
Die Evangelische Heimstiftung hat die Akkreditierung im EU-Förderprogramm Erasmus+ erhalten. Damit können in den nächsten Jahren regelmäßig Auslandsaufenthalte für Auszubildende und Ausbildungspersonal finanziert werden. Derzeit wird bereits ein langfristiges Austauschprogramm für Pflegeauszubildende mit verschiedenen internationalen Partnern aufgebaut.
Seit Februar 2026 ist die Heimstiftung beim europäischen Förderprogramm Erasmus+ akkreditiert. Die Akkreditierung funktioniert wie eine dauerhafte Mitgliedschaft im Förderprogramm, die es ermöglicht, regelmäßig Auslandsaufenthalte für Auszubildende und Mitarbeitende zu organisieren. Zur Zielgruppe solcher Reisen gehören neben Auszubildenden auch Nachwuchskräfte und Ausbildungspersonal.
Mit der Akkreditierung rückt die Heimstiftung ihrem Ziel, ein langfristiges Austauschprogramm für Pflegeauszubildende zu etablieren, deutlich näher. „Internationale Erfahrungen im Rahmen von Erasmus+ sind für Studierende seit Langem ein wertvoller Bestandteil der Ausbildung. Uns ist wichtig, dass auch Auszubildende in unseren Pflegeeinrichtungen von solchen Auslandsaufenthalten profitieren können“, erklärt Mirjam Weisserth, Geschäftsführerin Personal bei der Heimstiftung. Im vergangenen Jahr konnten die ersten fünf Auszubildenden ein zweiwöchiges Praktikum bei der norwegischen Stiftelsen Diakonhjemmet in Oslo absolvieren. Für dieses Jahr sind mit Norwegen und Österreich bereits zwei Austausche vorgesehen. In Zukunft plant die Heimstiftung, weitere internationale Partner zu gewinnen, um möglichst vielen angehenden Pflegekräften Erfahrungen im Ausland zu ermöglichen. Schon jetzt steht ein neuer Kooperationspartner fest: Ab 2027 sind erstmals auch Praktika in Frankreich geplant.
Europäischer Austausch als Teil der Innovationsstrategie
Neben Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Employer Branding gehören auch die europäische Netzwerkarbeit und der internationale Austausch zum Innovationskonzept der Heimstiftung. Denn die Herausforderungen der Pflegebranche enden nicht an den nationalen Grenzen. Ziel ist es, von Erfahrungen in anderen Ländern zu lernen und Erfahrungen zu teilen. „Der internationale Austausch hilft, voneinander zu lernen und in einer globalen Welt gemeinsam Antworten auf die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu entwickeln“, betont Mirjam Weisserth.
Ganz in diesem Sinne reisten in der letzten Woche 15 Mitarbeitende der Evangelischen Heimstiftung zur Diakonie de la Tour nach Klagenfurt. Ziel der Studienreise war der fachliche Austausch zu den Themen Demenz, Quartier und Digitalisierung. Außerdem bereitete die Reise anstehende Auslandspraktika für Pflege-Azubis der EHS in Österreich vor.