Heimstiftung treibt eigene Innovationsarbeit mit zwei neuen Programmen voran
Wie kommt Innovation ganz nah an die Praxis? Die Evangelische Heimstiftung setzt auf zwei neue Programme, die Mitarbeitende und Einrichtungen direkt ins Innovationsgeschehen einbeziehen: Mit dem Start der Innovation Scouts und dem Innovation Fonds geht das größte diakonische Pflegeunternehmen Baden-Württembergs einen weiteren Schritt in Richtung zukunftsorientierter Versorgung.
Mit den beiden Initiativen startet die Heimstiftung zwei Meilensteine ihres Innovationskonzepts 2030. Ziel ist, Ideen frühzeitig aus der täglichen Arbeit aufzunehmen, gemeinsam weiterzuentwickeln und die Innovationskompetenz im Unternehmen zu stärken. „Wir glauben, dass die besten Innovationen dort entstehen, wo sie gebraucht werden: im direkten Kontakt mit den Menschen in unseren Einrichtungen“, erklärt Elke Eckardt, Vorsitzende der Geschäftsführung bei der Heimstiftung.
14 Innovation Scouts nehmen Arbeit auf
Die Innovation Scouts wurden in einem internen Bewerbungsprozess ausgesucht. „Wir fangen mit 14 Kolleginnen und Kollegen an“, sagt Dr. Judith Schoch, die das unternehmenseigene Institut für Innovation, Pflege und Alter (IPA) leitet, „und freuen uns über die große Resonanz des Programms“. Die Scouts wurden von der Heimstiftung gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Württemberg geschult. Sie werden systematisch begleitet und als festes Netzwerk im Unternehmen etabliert. Ab sofort treten sie als Impulsgeber und Wegbereiter für Neuerungen im Pflegealltag an. Ihr Auftrag: Erfahrungen teilen, Verbesserungsbedarf melden und gute Ideen zur Umsetzung bringen – ganz nah am Geschehen vor Ort.
Die 14 Scouts kommen aus Balingen, Bad Mergentheim, Brackenheim, Böblingen, Crailsheim, Dornstadt, Gemmingen, Hambrücken, Heilbronn, Ilshofen, Nordheim, Nußloch, Tauberbischofsheim und Winnenden. Unter ihnen sind Pflegefachkräfte, aber auch Mitarbeitende aus dem Bereich Sozialdienst und Alltagsbegleitung.
100.000 Euro jährlich für Innovationen
„Geld ist sicher nicht alles, aber ohne Geld ist vieles nichts“, weiß Elke Eckardt. Deshalb stellt die Heimstiftung einen jährlichen Finanztopf von 100.000 Euro für die Innovationsförderung zur Verfügung. Das Prinzip ist einfach: Teams aus den Einrichtungen und Diensten stellen begründete Anträge, welche innovativen Produkte sie anschaffen und ausprobieren wollen.
Möglich sind dabei Apps, technische Lösungen, neue Prozesse – sofern es das Potenzial hat, die Lebensqualität der Kunden zu erhöhen. Die Anträge werden im IPA gesichtet und bewertet, außerdem wird der Einsatz der neuen Produkte systematisch evaluiert. Ziel ist, Innovationen zu identifizieren, die konzernweit ausgerollt werden können, aber auch, Mitarbeitende in allen Bereichen für die Potenziale neuer Technik zu begeistern.
Innovation als Unternehmensstrategie
Innovation hat eine lange Tradition in der Heimstiftung. Schon Unternehmensgründerin Dr. Antonie Kraut wollte Neues wagen und die Mitarbeiter an der Basis an diesen Vorhaben nicht nur beteiligen, sondern aktiv einbeziehen. Mittlerweile, über 70 Jahre später, hat die Heimstiftung Innovation und Digitalisierung als zwei von acht Strategiefeldern etabliert. Teil des 2011 verabschiedeten Innovationskonzepts sind nicht nur technische Neuerungen, sondern auch Themen wie Nachhaltigkeit, Employer Branding und europäische Netzwerkarbeit. Seit 2023 begleitet das eigene IPA die Projekte wissenschaftlich und setzt damit neue Impulse. „Mit den Scouts und dem Innovation Fonds geben wir den Mitarbeitenden vor Ort eine noch stärkere Stimme und gezielt Ressourcen, um ihre Ideen wachsen zu lassen“, fasst Elke Eckardt zusammen.