Heimstiftung etabliert internationalen Austausch mit Klagenfurt
Gleich 15 Mitarbeitende der Evangelischen Heimstiftung befinden sich seit Montag in Klagenfurt. Es ist der zweite internationale Austausch des Unternehmens, finanziert über Erasmus+. Partner diesmal ist die Diakonie de la Tour. Neben dem fachlichen Austausch zu Pflege und Innovationen, bereitet die Reise auch anstehende Auslandspraktika für Pflege-Azubis der EHS in Österreich vor.
„Der internationale Austausch entwickelt sich kontinuierlich weiter – und das ist ein starkes und wichtiges Signal. Nach unserer ersten Studienreise nach Norwegen im November 2025 können wir in diesem Jahr unser europäisches Netzwerk in Österreich weiter ausbauen“, sagt Mirjam Weisserth, Geschäftsführerin Personal bei der Heimstiftung“, sagt Mirjam Weisserth, Geschäftsführerin Personal bei der Heimstiftung. Denn seit Montag dieser Woche sind 15 Mitarbeitende in Klagenfurt. Die Delegation besteht aus Führungskräften, Praxisanleitungen sowie Fachkolleginnen aus den Bereichen Demenz, Quartier und Ausbildung. Weisserth leitet die Delegation.
Die Gruppe besucht die Diakonie de la Tour, eine der größten diakonischen Sozialeinrichtungen in Österreich, die ähnlich wie die Heimstiftung in der Altenhilfe tätig ist. Neben diakonischen Werten setzt die Diakonie de la Tour auf Innovation und Vielfalt. Das spiegelt sich auch im Programm der Studienreise wider, denn sie soll eine Plattform für fachlichen Austausch und multikulturelles Arbeiten sein.
Während der drei Tage lernen die Teilnehmenden nicht nur das österreichische Pflegesystem kennen, sondern tauschen sich gezielt zu Innovationen und Best Practices in den Bereichen Sozialraumkoordination, Digitalisierung und Demenz aus. Die Teilnehmenden besuchen zwei Pflegeheime, lernen das Integrationsprojekt für migrantische Fachkräfte sowie das mobile Demenzteam der Partnereinrichtung kennen. „Wir wollen neue Ansätze von den Österreichern lernen und gleichzeitig eigenes Fachwissen mit nach Klagenfurt bringen“, sagt Patrick Vilmin, Hausdirektor im Martin-Haug-Stift in Freudenstadt und Teilnehmer der Reise.
Bereits im Juli sind erste Auslandspraktika für Pflegeauszubildende in Österreich geplant. Hanna Kaspar, Referentin für Europäische Sozialpolitik bei der Heimstiftung erklärt: „Ein weiteres Ziel unserer Studienreisen ist es, neue Partner für unser Azubi-Austauschprogramm zu gewinnen. Wir wollen in den nächsten Jahren möglichst vielen Auszubildenden in unseren Pflegeeinrichtungen eine Auslandserfahrung mit Erasmus+ ermöglichen“.
Das Interesse an der Studienreise ist groß. Es gab zahlreiche Bewerbungen, am Ende haben sich fünf Einrichtungen und Mobile Dienste durchgesetzt: das Martin-Haug-Stift in Freudenstadt, das Johannes-Sichart-Haus in Tauberbischofsheim, das Michael-Hörauf-Stift in Bad-Boll, die Mobilen Dienste Ulm und das Haus am Enzpark in Bietigheim-Bissingen. In zwei Vorbereitungstreffen wurde der Austausch gemeinsam geplant. Nach der Rückkehr findet ein Nachbereitungstreffen statt. Finanziert wird die Studienreise über das Erasmus+ Förderprogramm der Europäischen Union. Die Fördersumme beträgt rund 18.000 Euro.
Internationaler Austausch als Teil der EHS Innovationsstrategie
Neben Innovation, Nachhaltigkeit oder Employer Branding gehören auch die europäische Netzwerkarbeit und der internationale Austausch zum Innovationskonzept der Heimstiftung, denn. Vor diesem Hintergrund ist die Heimstiftung in zwei europäischen Netzwerken aktiv: „Eurodiaconia“ und das „European Ageing Network“ vereinen Akteure der Sozial- und Pflegebranche aus ganz Europa.